Cheval de Mérens

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Cheval de Mérens

Manche Theorien besagen, dass das Mérens ein direkter Nachkomme des Urpferdes sei, welches man auf den Höhlenmalereien (ca. 17'000 Jahre alt) in Niaux (Frankreich) sieht. Andere sprechen von einem Einfluss durch arabische Pferde. Fest steht, dass das Mérens eine sehr alte Rasse ist, die in der Abgeschiedenheit der Pyrenäen ihre charakteristischen Merkmale entwickelt und sehr lange bewahrt hat.
Schon dem römischen Feldherrn Julius Cäsar waren die Pferde bekannt und er schätzte sie als Kriegspferde wegen ihrer Tüchtigkeit und Ausdauer.
Das Mérens ist ein ländliches Kleinpferd mit edler Erscheinung, hervorragendem Charakter problemlos im Umgang und geeignet für alle Formen des Freizeitreitens. Diese bodenständige Rasse zeichnet sich durch ihre Geschicklichkeit, Gesundheit, Robustheit gegenüber rauhem Klima und ihre grosse Arbeitswilligkeit aus.
Die Rasse drohte im zwanzigsten Jahrhundert auszusterben. 1976 waren im Zuchtverband nur noch 150 Pferde eingetragen und alle heute im Stutbuch der Rasse eingetragenen Pferde gehen auf einen Hengst zurück: den legendären „Vigoureux“. Heute existieren allein in Frankreich wieder einige tausend Tiere. Das Stutbuch besteht seit 1947 und wird im Haras de Tarbes geführt. Für das Mérens gelten strenge Zuchtvorschriften zur Erhaltung der Rassereinheit.

Eintragungs-Berechtigung: Reinzucht
Herkunft: Ariège (Südfrankreich)
Grösse: Wunschgrösse zwischen 145 cm und 155 cm Stockmass
Farbe: Gleichmässig schwarz; leicht stichelhaarig in den Flanken erwünscht; jahreszeitliche Unterschiede in der Farbschattierung erlaubt (rötlich bräunliche Färbung); fuchsfarbene Tiere werden nicht ins Zuchtbuch aufgenommen
Fell: Fein und weich wie Seide; die Mähne häufig gelockt; einseitig (besonders geschätzt) oder beidseitig; der Schweif ist dick und grob
Kopf: Ausdrucksvoll; die Stirn ist flach und breit; der Nasenrücken ist gerade oder konvex; die Ohren sind relativ kurz und stehen markant; innen gut behaart; die Augen sind gross und aufmerksam mit sanftem Ausdruck
Hals: Mittellang mit leichtem Genick, gut aufgesetzt
Körper: Schräge mittellange Schulter mit ausgeprägtem Widerrist; breite Brust; kräftiger Rumpf mit guter Rippenwölbung und Gurtentiefe; breiter, muskulöser und gerader Rücken; muskulöse Lenden mit runder Kruppe; Schweif hoch angesetzt
Fundament: Kräftig und trocken; Vorderbeine mit gut bemuskeltem Unterarm
Hinterbeine mit kräftigen und gut bemuskelten Oberschenkeln; gut geformtes, kräftiges Sprunggelenk, korrekt gewinkelt; von hinten gesehen sollen die Beine nicht zu weit auseinander stehen und die Sprunggelenke nicht nach innen gerichtet sein.
Hufe: Breit mit hartem schwarzem Horn
Bewegung: Raumgreifend und mit viel Schub
Temperament: Sanft und ausgeglichen
Verwendung: Früher für alle Arbeiten in der Landwirtschaft; heute vielfältige Einsatzmöglichkeiten sowohl unter dem Sattel als auch am Wagen (vielseitiges Freizeitpferd)
Besonderes: Zäh, robust, bodenständig, willig und edel

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Weitere Informationen erhalten Sie bei der Zuchtbuchführung.